2012-05-10 09:50 von Alfred Brandner
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2011-03-17 10:17 von Redaktion
2010-10-07 11:32 von Redaktion
Diplomarbeit von Simon Schönecker
Die Akteure, das Rettungsfachpersonal sind in ihrer täglichen Arbeit vielen Belastungen, seien sie psychischer oder physischer Art, ausgesetzt. Daraus resultiert, dass aus zunächst hoch motivierten, jungen Mitarbeitern erfahrene, aber oftmals ausgebrannte Rettungsdienstler werden. Die Belastungen und die negative Persönlichkeitsentwicklung der Rettungsdienstler werden in dieser Arbeit näher dargestellt. Letztendlich werden Möglichkeiten zur Aufarbeitung der täglichen Belastungen im Rettungsdienst in Form von Supervision und Kollegialer Beratung aufgezeigt.
Das deutsche Rettungsdienstsystem gilt als eines der fortschrittlichsten in der Welt. Daher lassen viele ausländische Rettungsdienste ihr Personal an deutschen Schulen für Rettungsfachpersonal ausbilden. Junge Menschen sind von der Tätigkeit im Rettungsdient fasziniert und lassen sich zu Fachpersonal ausbilden. Doch bei genauerer Betrachtung erkennt man, dass wenige Rettungsdienstler bis ins Rentenalter aktiv im Rettungsdient arbeiten. Andere betreiben die rettungsdienstliche Tätigkeit als Hobby oder zur Finanzierung weiterer Ausbildungs- bzw. Studiengänge.
In meiner nun neun Jahre umfassenden Tätigkeit im Rettungsdienst, zunächst als Rettungssanitäter, dann als Rettungsassistent, konnte ich genau diese Beobachtung machen: viele junge, motivierte Mitarbeiter, wenige ältere und viele frustrierte Mitarbeiter im mittleren Alter.
Wie kommt es zu solch einer Entwicklung vom jungen motivierten zum frustrierten, älteren und erfahrenen Rettungsdienstler? Warum arbeiten die Jungen gerne im Rettungsdienst, aber nehmen weitere Ausbildungs- oder Studiengänge auf und betreiben dann Rettungsdienst lediglich als Hobby weiter?
Diese Tatsachen resultieren aus meiner Sicht vor allem aus den verschiedenen Belastungen, denen das Rettungsfachpersonal ausgesetzt ist und den fehlenden Aufarbeitungsmöglichkeiten dieser Belastungen.
Dies soll die vorliegende Arbeit veranschaulichen und Vorbeugemöglichkeiten gegen die Entwicklung vom jungen, motivierten zum älteren, ausgebrannten Helfer in Form von Supervision und Kollegialer Beratung im Rettungsdienst aufzeigen.
Im ersten Kapitel wird der deutsche Rettungsdienst in seiner Organisation und Struktur anhand des Beispiels Rettungsdienst in Baden-Württemberg dargestellt. Zunächst erhält der Leser einen Überblick von den im Rettungsdienst eingesetzten Rettungsmitteln. Danach werden die personellen Qualifikationen erläutert, welche im Rettungsdienst eingesetzt werden. Ebenfalls werden die Inhalte der Ausbildung der Ausbilder des Rettungsfachpersonals dargestellt. Es folgt eine Beschreibung von angestrebten oder bereits installierten psychosozialen Unterstützungskonzepten. Zum besseren Verständnis der weiteren Arbeit wird schließlich noch auf die Alarmierung der Rettungsmittel durch eine Rettungsleitstelle eingegangen.
Supervision und Kollegiale Beratung sind das Thema des zweiten Kapitels. Beide Begriffe werden definiert, in ihren Settings, ihrer Zielsetzung und deren Merkmale beschrieben. Danach folgt eine Abgrenzung der beiden Begriffe voneinander.
Ein Hauptbestandteil dieser Arbeit ist die Befragung von Rettungsfachpersonal durch ein Problemzentriertes Interview. Die Methode und die Begründung der Methodenwahl sind im dritten Kapitel erklärt.
Danach folgt die Auswertung der Interviews im vierten Teil. Die Befragten schildern die Faszination die vom Rettungsdienst ausgeht; erklären ihre Motivation zur Arbeit im Rettungsdienst, diskutieren aber auch die Schattenseiten ihres Berufes und wie sie damit umgehen.
Der letzte, fünfte Teil verbindet alle vorherigen Kapitel miteinander. Darin wird beschrieben welche Anwendungsmöglichkeiten von Supervision und Kollegialer Beratung im Rettungsdienst existieren und welche Möglichkeiten sich daraus für das Rettungsfachpersonal entstehen, aber die sich auch für die Arbeitgeber ergeben könnten.
Diplomarbeit - Supervision und Kollegiale Beratung im Rettungsdienst (PDF)
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