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DRK-Mitarbeiter stimmen für Streik

2011-09-29 14:08 von Redaktion

In einer Urabstimmung sprachen sich am Mittwoch 85,6 Prozent der gewerkschaftlich organisierten Beschäftigten für einen Arbeitskampf aus, um ihrer Forderungen nach acht Prozent mehr Gehalt Nachdruck zu verleihen. Zufrieden zeigte sich Verdi-Verhandlungs führerin Sabine Hebenstein von der hohen Wahlbeteiligung von 95,3 Prozent.

Betroffen von den Streiks sind das DRK-Schul- und Therapiezentrum in Schwentinental bei Kiel, das DRK-Krankenhaus Middelburg bei Süsel, die DRK-Nordsee-Reha-Klinik "Goldene Schlüssel" in Sankt Peter Ording sowie drei Zentren für Gesundheit und Familie.

"Arbeit fordert nicht nur seelisch, sondern auch körperlich vollen Einsatz"

Bis zuletzt hatte die Gewerkschaft auf eine Einigung mit dem Landesverband gedrängt und darauf hingewiesen, dass die Vergütungen der Beschäftigten "rund zehn Prozent unter dem branchenüblichen Tarifvertrag liegt". Jahrelang hätten die Mitarbeiter auf Gehaltsanhebungen verzichtet, weil sich der Landesverband nach der Beinahe-Insolvenz im Jahre 2005 finanzielle er holen musste. Zuletzt hatte der Verband, der wieder Überschüsse erwirtschaftet, 1,5 Prozent angeboten. "Dies deckt nicht mal die Inflationsrate ab", so Heben stein. Für den Landesverband kein Argument: "Unsere Gehaltspolitik richtet sich nicht nach Inflationsraten, sondern nach unseren Möglichkeiten, und die werden von den Einnahmen bestimmt", so DRK-Geschäftsführer Klaus Crijns.

Die 900 Mitarbeiter seien frustriert, so Hebenstein. "Ihre Arbeit fordert nicht nur seelisch, sondern auch körperlich vollen Einsatz und manchmal auch mehr". Um die schwerst pflegebedürftigen Patienten bei den Streiks nicht unversorgt zu lassen, hat Verdi das DRK zu Notdienstvereinbarungen aufgefordert.

Quelle: http://www.shz.de

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