| < | Mai 2012 | > | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mo | Di | Mi | Do | Fr | Sa | So |
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | |
| 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 |
| 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 |
| 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 | 27 |
| 28 | 29 | 30 | 31 | |||
2011-03-17 10:17 von Redaktion
2011-12-25 19:07 von Redaktion
Von Dr. med. Bernd Hontschik
Wer zu dick ist, schadet seiner Gesundheit. Das denken Sie doch auch, oder? Die US-amerikanische Chirurgenvereinigung legte nun aber eine Auswertung von etwa 190 000 chirurgischen Eingriffen aus den Jahren 2005 und 2006 vor. Zur allgemeinen Verblüffung zeigte sich, dass die schlanken Menschen in der leichtesten Gewichtsgruppe nach einer größeren Operation ein um vierzig Prozent höheres Sterberisiko hatten als die mittlere Gewichtsgruppe. Was schließen wir daraus?.
Körperliche Betätigung ist gesund. Das wissen Sie doch auch, oder? Kanadische Kardiologen untersuchten nun 500 Patienten nach einer akuten Erkrankung der Herzkranzgefäße. Zwei Drittel von ihnen waren männlichen Geschlechts. Und bei immerhin 35 Patienten war die akute Herzerkrankung unmittelbar nach dem Schneeschaufeln eingetreten. Sie sind männlich? Raucher? Sind durch Herzerkrankungen in der Familie vorbelastet? Nie wieder schaufeln!
In einer Zeitschrift für Unfallchirurgie wird von einem Achtjährigen aus Münster berichtet, der eine Filmszene nachspielen wollte und an einem Laternenpfahl schleckte. Bei minus 14 Grad fror seine Zunge an der Laterne fest, und nachdem er mit viel warmem Wasser endlich befreit worden war, musste er eine Woche ins Krankenhaus. Die Zunge konnte gerettet werden. Der Film hieß „Dumm und Dümmer“.
Gesundheit darf nicht vom sozialen Status abhängen. Das finden Sie doch auch, oder? Und Sie reagieren doch sicher auch betroffen, wenn Sie ein ums andere Mal lesen müssen, dass die Lebenserwartung in den sogenannten oberen sozialen Schichten deutlich höher ist als in den sogenannten unteren sozialen Schichten. Man hat sich daran schon fast gewöhnt.
Aber was sagen Sie dazu: Jüngst von der Deutschen Rentenversicherung veröffentlichte Zahlen belegen, dass die Lebenserwartung von Menschen mit einem Einkommen unter dem Existenzminimum in den vergangenen zehn Jahren gesunken ist, und zwar von 77,5 auf 75,5 Jahre.
In den ostdeutschen Bundesländern ist sie für Arme sogar um knapp vier Jahre gesunken. In den selben zehn Jahren ist die Lebenserwartung der sogenannten Gutverdiener von 82,5 auf 83,4 Jahren um fast ein Jahr gestiegen.
Tja.
Der ärztliche Rat für die Weihnachtsfeiertage kann also nur lauten: Lassen Sie andere den Schnee wegräumen, schlecken Sie nicht an Laternenpfählen, erfreuen Sie sich hemmungslos an Ihrer Weihnachtsgans und sorgen Sie irgendwie für genug Geld.
Quelle: http://www.berliner-zeitung.de
305 news are online.
Einen Kommentar schreiben