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2011-03-17 10:17 von Redaktion
2010-09-09 08:42 von Redaktion
von Franziska Kleiner
Stuttgart: Der Rettungsdienst muss laut Gesetz in mindestens 95 Prozent aller Fälle binnen 15 Minuten am Einsatzort sein; das gilt sowohl für die Notärzte wie auch für die Rettungswagen. Weil diese Fristen nach Aussage des Hemminger SPD-Landtagsabgeordneten Wolfgang Stehmer im westlichen Landkreis Ludwigsburg nicht eingehalten werden, hat er sich mit einer kleinen Anfrage an die Landesregierung gewandt. Darin will er unter anderem wissen, wie der Rettungsdienst im Landkreis organisiert ist, in wie vielen Fällen die Hilfsfrist nicht eingehalten wurde und wie die Kooperation zwischen der Rettungsleitstelle Ludwigsburg und den umliegenden Leitstellen anderer Landkreise funktioniert.
Im Frühjahr dieses Jahres war über die Hilfsfristen vor allem in Hemmingen, Ditzingen und Gerlingen diskutiert worden. Weil die Frist nicht eingehalten wurde, wurde in der Folge die Dienstzeit des am Klinikum Ludwigsburg angesiedelten Notarztes verlängert. Die Debatte war ausgelöst worden, weil die Rettungswache Ditzingen nach einer Pilotphase nachts nicht mehr besetzt ist. Nunmehr häuften sich allerdings die Beschwerden über zu lange Wartezeiten bei Rettungseinsätzen aus dem westlichen Landkreis. Betroffen seien auch Notarzteinsätze in Eberdingen, Vaihingen und Bönnigheim.
Stehmer hat die Regierung in der kleinen Anfrage nach den Planungen gefragt, um die Einhaltung der Hilfsfristen zu gewährleisten. "Es nützt den Einwohnern im westlichen Kreisteil nichts, wenn zwar die Hilfsfristen im gesamten Landkreis statistisch über 90 Prozent eingehalten werden, in einzelnen Gemeinden aber nicht einmal Werte von 70 Prozent zu erreichen sind", argumentiert Stehmer. Auch die Bürger im westlichen Landkreis Ludwigsburg müssen auf einen Rettungsdienst vertrauen können, der die gesetzlich verlangten Hilfsfristen gewährleiste, so Stehmer.
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