Events

< Mai 2012 >
Mo Di Mi Do Fr Sa So
  1 2 3 4 5 6
7 8 9 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30 31      

Neue Blog Einträge

2011-05-26 14:05 von Redaktion

BBK Magazin 2/11

Weiterlesen …

2011-03-21 08:21 von Redaktion

Super Sexy CPR

Weiterlesen …

2011-03-17 10:17 von Redaktion

Netzwerk Bevölkerungsschutz Winfried Glass

Konstruktiv-kritische Begleitung des deutschen Bevölkerungsschutzsystems

Weiterlesen …

Reset Brain > News > News Reader

Krankenwagen kam erst nach acht Stunden

2010-07-29 14:39 von Redaktion

Von Peter W. Ragge

Melitta Straub kann es nicht fassen: "So kann man mit Menschen nicht umgehen, das kann man doch nicht machen, das darf doch nicht passieren", regt sie sich auf. Aber es ist passiert: Ihr Mann musste im Krankenhaus über acht Stunden auf einen Krankentransportwagen warten, der ihn nach Hause brachte.

Gunther Straub, 80 Jahre alt, hatte sich verletzt. Der Orthopäde überwies ihn ans Theresienkrankenhaus, zum Röntgen - ein völlig alltäglicher Fall. Weil er wegen einer anderen Erkrankung auf ständige Sauerstoffzufuhr angewiesen ist, kann er nicht per Taxi fahren, sondern braucht einen Krankenwagen. Den fordert die Schwester des Krankenhauses, nachdem die Untersuchung abgeschlossen ist und der Mann wieder nach Hause kann, gegen 18.30 Uhr an. Aber er kommt nicht, nicht in einer, nicht in zwei Stunden. Dreimal, so erinnert sich Melitta Straub, habe die Station telefonisch nachgefragt, aber erst gegen 2.30 Uhr sei der Krankenwagen gekommen, um 3 Uhr war das Ehepaar zu Hause: "Mein Mann war völlig kaputt", schimpft sie: "Das geht doch nicht!"

"Menschliches Versagen"

"So etwas darf nicht passieren", bekräftigt Joachim Stutz von der AOK-Geschäftsführung und versichert, man werde sich bei ihr entschuldigen. Das erste für den Transport vorgesehene Fahrzeug sei zu einem Notfall abgeordnet worden, danach wäre der Auftrag in der Rettungsleitstelle "wohl untergegangen", so Stutz: "Das war menschliches Versagen, aber das ist nicht akzeptabel."

Einen Zusammenhang mit dem schwelenden Kostenstreit zwischen den Krankenkassen und den Sanitätsorganisationen über den Krankentransport verneint Stutz (wir berichteten). "Der Fall hatte damit nichts zu tun", sagt ebenso Rettungsdienstleiter Kurt Gramlich vom Roten Kreuz. Die stillgelegten Fahrzeuge seien nur tagsüber unterwegs gewesen, die Zahl der nachts eingesetzten Fahrzeuge unverändert. Der Fall sei "leider schlecht gelaufen", bedauert Gramlich, aber "dem Einsatzgeschehen geschuldet": "Wir hatten einfach Notfall an Notfall", in solch einem Fall müssten reine Transporte zurückstehen. "Da erhöhen sich die Wartezeiten, wenn tagsüber Wagen fehlen, das war klar", so der Rettungsdienstleiter.

In Notfällen, das versichern Stutz wie Gramlich, werde die gesetzliche Hilfsfrist weiter eingehalten: Danach müssen die Retter in 95 Prozent der Fälle in 15 Minuten vor Ort sein.

Im Kostenstreit habe man sich "intensiv unterhalten, eine Teileinigung erzielt und weitere Termine verabredet", sagt Stutz und ist überzeugt: "Wir bekommen das hin." Laut Gramlich ist "eine Einigung in Aussicht", aber so lange könnten die zusätzlichen Krankentransportfahrzeuge nicht wieder starten: "Wir Rettungsorganisationen können einfach die Mehrkosten nicht alleine tragen", so Gramlich. Dem Vernehmen nach wird in den Organisationen aber überlegt, zumindest dann kurzfristig zusätzliche Fahrzeuge loszuschicken, wenn sich die Wartezeit auf über sechs Stunden summiert - den Patienten zuliebe. Eine Statistik über Wartezeiten gibt es aber - noch - nicht. Am Klinikum etwa kann man, so ein Sprecher, "signifikant nichts feststellen, es war eh schon immer sehr lange". Man sei daher auf private Unternehmen ausgewichen, soweit kein geschulter Retter als Begleiter nötig sei.

Quelle: http://www.morgenweb.de

Zurück

Einen Kommentar schreiben

305 news are online.